Auf dem Potsdamer Platz wurde Michael Bienert als Experte für die Geschichte und den Wandel des Platzes interviewt. Den Beitrag der Deutschen Welle können Sie hier sehen. Das Buch zum Thema:
Michael Bienert
Potsdamer Platz - Am Puls von Berlin
106 Seiten, 140 Abbildungen
In deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch, niederländisch
Berlin Story Verlag, 2013, Broschur, 16,80 EUR
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Mittwoch, 12. November 2014
Sonntag, 9. November 2014
Im Theater (54): Die Welt ist kaputt. Castorf inszeniert Malaparte an der Volksbühne
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| "Kaputt": Die Volksbühne am Premierenabend |
„Kaputt“ nach Malaparte, Premiere am 10. November 2014 in der Volksbühne. Regie: Frank Castorf. Mit Jeanne Balibar, Georg Friedrich, Horst Günter Marx, Britta Hammelstein, Patrick Güldenberg, Mex Schlüpfer, Axel Wandtke, Margarita Breitkreiz, Bärbel Bolle, Harald Warmbrunn, Frank Büttner. Zum Spielplan der Volksbühne
Montag, 3. November 2014
Wer berlinert, gilt als weniger intelligent
Die Berliner »berlinern« am liebsten, wenn sie in der Mitte des Lebens stehen. Über 70 % der 45‐ bis 59‐Jährigen bekennen sich dazu. Mehr als die Hälfte aller Befragten finden ihren Dialekt »schlagfertig« und »frech«.
Dies sind Ergebnisse aus einer repräsentativen Forsa‐Umfrage der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). 1001 Berlinerinnen und Berliner waren im September zu dem Thema »Der Berliner Dialekt in der Einschätzung der Bürger der Stadt« befragt worden. Es ging dabei um ihre Einschätzungen zum Berliner Dialekt, zu Berliner Ausdrücken und zu DDR‐spezifischen Ausdrücken. Die letzte Untersuchung zum Berliner Dialekt war im Jahr 1983 durchgeführt worden.
Bei den Jüngeren ist ihr Dialekt weniger angesagt. Nur knapp über die Hälfte der 15‐ bis 29‐Jährigen bekennen, dass sie »hin und wieder berlinern«. Darüber, ob der Berliner Dialekt heute mehr oder weniger akzeptiert wird, spaltet sich das Meinungsbild. Die Akzeptanz habe eher abgenommen, meinten über ein Drittel (35 %) der Befragten. Ein Viertel (24 %) äußerte sich gegenteilig.
Einige Qualitäten des Berliner Dialekts haben sich in den letzten dreißig Jahren gründlich verschoben: Während 1983 »intelligent« noch auf Platz 3 stand, steht das Wort heute auf Platz 9: Mehr als die Hälfte der Befragten finden ihren Dialekt heute »überhaupt nicht« oder »eher nicht« intelligent. »Schlagfertig« ist 2014 der absolute Spitzenreiter (1983 noch auf Platz 7), während »frech« (1983: Platz 1, 2014: Platz 2) eine Konstante des Berliner Dialekts zu sein scheint.
Die Untersuchung erstreckte sich auch auf Wörter und Ausdrücke, die den Berliner Dialekt prägen. »Doofkopp«, »Göre« und »schnieke« sind in Ost und West gleichermaßen geläufig geblieben. Aber manches Wort aus dem Osten der Stadt ist dem Westen bis jetzt noch fremd: »urst« (= super, irre, klasse usw.) kommt den Befragten in Zehlendorf und anderen Westbezirken nur schwer über die Lippen. (Quelle: Gesellschaft für deutsche Sprache, Pressemitteilung)
Die Studie der GfdS wird am 12. November im Rahmen eines Vortragsabends zum Thema »Sprachliches in Ost und West 25 Jahre nach dem Mauerfall« in Berlin vorgestellt. Die Veran‐ staltung findet um 17.30 Uhr an der Humboldt‐Universität zu Berlin statt, Philosophische Fakultät II, Dorotheenstraße 24, Raum 3.246 (Universitätsgebäude am Hegelplatz).
Zur Studie (PDF)
Die Studie der GfdS wird am 12. November im Rahmen eines Vortragsabends zum Thema »Sprachliches in Ost und West 25 Jahre nach dem Mauerfall« in Berlin vorgestellt. Die Veran‐ staltung findet um 17.30 Uhr an der Humboldt‐Universität zu Berlin statt, Philosophische Fakultät II, Dorotheenstraße 24, Raum 3.246 (Universitätsgebäude am Hegelplatz).
Zur Studie (PDF)
Tugendhelden, Mannsbilder - Cranachs Helden in der Gemäldegalerie
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| Quelle: http://www.smb-digital.de |
Auf ultramarinblauem Grund, miniaturhaft, aber in selbstbewusster Körperfülle und ganzer Figur stehen die VIPs der Renaissance da: Martin Luther und seine Mitstreiter in Sachen Reformation, die Theologen Johannes Bugenhagen und Justus Jonas. Lucas Cranach der Jüngere zeichnete sie auf teurem Pergament ins eigene Familienstammbuch. Die Künstlerfamilie verkehrte mit den Geistesgrößen in Wittenberg auf freundschaftlichem Fuß. Und die Cranachwerkstatt war es auch, die das Publikum mit den begehrten Porträts der Reformationshelden versorgte. In erschwinglichen Auflagenwerken kamen sie als Kupferstich oder Holzschnitt auf den Markt.
Gleich viermal begegnet man Luther selbst. Sein erstes Porträt überhaupt zeigt ihn 1520 noch als Mönch mit Tonsur, dann posiert er als würdiger Profilkopf wie auf antiken Münzbildnissen und schließlich 1522 inkognito als "Junker Jörg" in Adelskluft und Rauschebart, so wie er auf der Wartburg Unterschlupf fand.
Der umtriebige Cranach-Betrieb fungierte wie ein Medienzentrum der Reformation. Fast 1000 Lutherbildnisse entstanden hier. Die Druckerpresse versorgte gebildete Bürger aber auch mit weiteren Vorbildern für ein tugendhaftes Leben. So mutig sein wie der römische Soldat Marcus Curtius, so bärenstark wie der biblische Samson, so glaubenstreu wie die Heilige Margarete, das waren die Rollenmodelle vor 500 Jahren. In oft modischer Frisur und ansprechender Körperlichkeit stellen die Cranachgrafiken sie vor. Vollkommen nackt zeigt sich die schöne Lucrezia auf einer raren Handskizze, die das Motiv erprobt. Die antike Heroine erwies sich als Verkaufsschlager der Cranachs. Eine besonders zierliche Variante in Öl hängt ein paar Schritte weiter in der ständigen Sammlung der Gemäldegalerie: mehr sinnliche Verlockung als Tugendmodell.
Diese Ausstellung läuft noch bis 16. November 2014. Weitere Informationen
Die Kinderausstellung "Pop Up Cranach" ist bis 12. April 2015 zu sehen. Mehr
Freitag, 31. Oktober 2014
Das gebügelte New York - Lesung am 6. November 2014
Die vorerst letzte Lesung von Michael Bienert aus dem Buch findet am kommenden Donnerstag, dem 6. November 2014 im Café Tasso, Frankfurter Allee 11, statt. Eintritt frei, Spenden erwünscht.
Dienstag, 21. Oktober 2014
Kästners Berlin - im Druck
Unser neues Buch ist heute wie geplant in die Druckerei gegangen und wir verabschieden uns mit den Kindern in die verdienten Herbstferien!
Michael Bienert
Kästners Berlin. Literarische Schauplätze
160 Seiten, ca. 200 Abbildungen
Hardcover mit Schutzumschlag
Format: 21,0 x 22,5 cm
ISBN: 978-3-945256-00-8
€ 24,99
Michael Bienert
Kästners Berlin. Literarische Schauplätze
160 Seiten, ca. 200 Abbildungen
Hardcover mit Schutzumschlag
Format: 21,0 x 22,5 cm
ISBN: 978-3-945256-00-8
€ 24,99
Freitag, 17. Oktober 2014
Neuer CIEE-Bildungscampus in Kreuzberg
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| Und wo geht es hier zum Richtfest? |
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| Cary Nathenson begrüßt die Gäste. |
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| Think big! Die Baustelle. Fotos: Bienert |
Montag, 6. Oktober 2014
Eine neue Gedenktafel für Paul Hertz
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| Paul Hertz, sein Enkel Henry Berg und Grundschulkinder in der Paul Hertz-Siedlung. Foto: Tina Merkau/Gewobag |
Volker Wieprecht und der Südwesten Berlins
Von Michael Bienert - Vor eineinhalb Jahren saß Volker bei uns im Garten hinter dem Haus, weil er die Idee hatte, mich für sein neues Buch zu porträtieren. Wir kennen uns ziemlich lange, seit 1977, saßen in derselben Klasse an der Schiller-Oberschule in Charlottenburg und besuchten denselben Deutsch-Leistungkurs. Ich bewunderte Volker schon damals für seine rasche Auffassungsgabe, seine Schlagfertigkeit, seinen Sprachwitz, seine körperliche und geistige Beweglichkeit, seinen Erfolg bei Mädchen: Eigenschaften, mit denen er sich zu einem beliebten, prominenten und mit Preisen dekorierten Radiomoderator hocharbeitete. Bei den Lehrern machte er sich damit nicht nur beliebt, manche Mitschüler fürchteten sich vor ihm. In Volkers Buch Zwischen Kreisel und Kleistpark kann man nun nachlesen, wie ich (pflegeleichter Liebling der Lehrer!) in sein Leben trat und einen leider immer noch nicht restlos überwundenen Minderwertigkeitskomplex auslöste. Nach unserer Gartenkonferenz über sein Buchprojekt notierte er: "Es ist wie damals in dem roten Klinkerhaus in der Kreuznacher, in dem Michael mit seinen Eltern wohnte. Er macht die ernsten Themen, ich ziehe der Berolina ein Tutu an, weil mich das Reale schnell langweit und das Mögliche sehr schnell reizt."
Der Berolina ein Tutu anzuziehen, das muss man erstmal können. Und Volker macht das sehr gewitzt, gewohnt selbstironisch und spitzzüngig, aber keineswegs oberflächlich. Die Frage treibt ihn, warum wichtige Dinge in seinem Leben - die erste große Liebe, die Gründung der ersten Firma, der Selbstmord des besten Freundes - sich immer wieder in der nicht gerade hippen Gegend entlang der ehemaligen Reichsstraße 1 zwischen Steglitz und Schöneberg ereignet haben. Er schaut in die Geschichtsbücher, er nervt Behörden mit Presseanfragen zur Verkehrsführung auf der Hauptstraße und den Baufortschritten beim Steglitzer Kreisel, er befragt Denkmalschutzexperten, vor allem aber erzählt er sehr flott von seinen skurrilen Erlebnissen in längst geschlossenen Diskotheken, Meditationsräumen und dem Büroalltag in den Goerz-Höfen oder der ehemaligen Schöneberger Irrenanstalt. Viele kleine Episoden, die den Jungen aus Herne, der - wie ich - durch einen Umzug der Mutter nach Berlin umgetopft wurde, zu einem "offiziell anerkannten Kryptoberliner" und "Teil des hiesigen Inventars" machen, außerdem zum bekennenden Buddhisten.
Selbstverständlich bin ich nicht in der Lage, dieses Buch, zu dem ich wenig beigetragen habe und in dem ich übermäßig Platz einnehme, unvoreingenommen zu beurteilen. Was mich am meisten geärgert hat, dafür ist Volker nicht verantwortlich: Ich meine das pfiffig gedachte, aber lausig gemachte Design der Reihe "Berliner Orte", in der sein Buch erschienen ist. Autoren, die sich so viel Mühe geben, haben es verdient, dass ihr Text ein hübscheres Tutu bekommt.
Volker Wieprecht
Zwischen Kreisel und Kleistpark
Berliner Orte
be.bra Verlag 2014, 144 S., 9,95 €
Der Berolina ein Tutu anzuziehen, das muss man erstmal können. Und Volker macht das sehr gewitzt, gewohnt selbstironisch und spitzzüngig, aber keineswegs oberflächlich. Die Frage treibt ihn, warum wichtige Dinge in seinem Leben - die erste große Liebe, die Gründung der ersten Firma, der Selbstmord des besten Freundes - sich immer wieder in der nicht gerade hippen Gegend entlang der ehemaligen Reichsstraße 1 zwischen Steglitz und Schöneberg ereignet haben. Er schaut in die Geschichtsbücher, er nervt Behörden mit Presseanfragen zur Verkehrsführung auf der Hauptstraße und den Baufortschritten beim Steglitzer Kreisel, er befragt Denkmalschutzexperten, vor allem aber erzählt er sehr flott von seinen skurrilen Erlebnissen in längst geschlossenen Diskotheken, Meditationsräumen und dem Büroalltag in den Goerz-Höfen oder der ehemaligen Schöneberger Irrenanstalt. Viele kleine Episoden, die den Jungen aus Herne, der - wie ich - durch einen Umzug der Mutter nach Berlin umgetopft wurde, zu einem "offiziell anerkannten Kryptoberliner" und "Teil des hiesigen Inventars" machen, außerdem zum bekennenden Buddhisten.
Selbstverständlich bin ich nicht in der Lage, dieses Buch, zu dem ich wenig beigetragen habe und in dem ich übermäßig Platz einnehme, unvoreingenommen zu beurteilen. Was mich am meisten geärgert hat, dafür ist Volker nicht verantwortlich: Ich meine das pfiffig gedachte, aber lausig gemachte Design der Reihe "Berliner Orte", in der sein Buch erschienen ist. Autoren, die sich so viel Mühe geben, haben es verdient, dass ihr Text ein hübscheres Tutu bekommt.
Volker Wieprecht
Zwischen Kreisel und Kleistpark
Berliner Orte
be.bra Verlag 2014, 144 S., 9,95 €
Donnerstag, 2. Oktober 2014
Im Breker-Atelier entsteht das "Kunsthaus Dahlem"
Als Staatsatelier wurde für den Bildhauer Arno Breker in der NS-Zeit ein gewaltiges Domizil am Rande des Grunewalds gebaut. Später arbeiteten darin Künstler wie Bernhard Heiliger und Wolf Vostell. Jetzt soll dort das neue Kunsthaus Dahlem entstehen - als Museum für Skulpturen der Nachkriegsmoderne.
Elke Linda Buchholz war bei der Baustellenbesichtigung, hat fotografiert und für den TAGESSPIEGEL berichtet.
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Elke Linda Buchholz war bei der Baustellenbesichtigung, hat fotografiert und für den TAGESSPIEGEL berichtet.
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