Samstag, 2. Juni 2012
Letzter Aufruf zur Matinee "Die 20er Jahre in Berlin"
Zu unserer Veranstaltung in der Berliner Stadtbibliothek am morgigen Sonntagvormittag sind noch ganz wenige Plätze frei, eine Anmeldung ist bis Samstagabend möglich unter: zbs.@zlb.de
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Freitag, 1. Juni 2012
Friedrich der Große in Berlin - gratis
Die große Weltausstellung auf dem Tempelhofer Feld
Heute wird Die Große Weltausstellung auf dem Tempelhofer Feld eröffnet, wir wünschen ihr besseres Wetter als gestern bei der Generalprobe und Pressevorbesichtigung. Je weiter der Abend fortschritt, desto mehr schüttete es wie aus Kübeln. Total durchgeweicht brachen wir die Fahrradtour zu den 15 Ausstellungs- und Veranstaltungspavillons auf dem still gelegten Flughafen Tempelhof nach drei Stunden ab. Die Performerin des "World Freud Center" (rechts) ließ sich vom Nieselregen nicht irre machen und die beiden japanischen Schauspieler im Pavillon von Toshiki Okada (Fotos unten) hatten außer Schutzanzügen auch ein Dach über dem Kopf. Sie spielten Szenen aus einem fiktiven 3-D-Dokumentarfilm über einen Besuch im Unglücksreaktor von Fukushima. "Die Große Weltausstellung" wurde vom Theaterkombinat HAU gemeinsam mit dem raumlabor organisiert und steht unter dem Motto "The world is not fair".
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Donnerstag, 31. Mai 2012
Die Zwanziger Jahre in Berlin - jetzt mit eigener Website
Die Zwanziger Jahre in Berlin beschäftigen uns so nachhaltig, dass wir unsere Aktivitäten zu diesem Thema auf der Website und im Blog nicht mehr übersichtlich darstellen können. Daher gibt es - auch ermutigt durch den Erfolg des Chamisso-Forums - ab sofort eine Blogseite, auf der wir Aktuelles zum Thema posten und zugleich archivieren können.
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Dienstag, 22. Mai 2012
Die Zwanziger Jahre in Berlin - jetzt anmelden zur Matinee in der Stadtbibliothek!
Seit 25 Jahren recherchieren wir für Bücher und Stadterkundungen in den Berlin-Sammlungen der Zentral- und Landesbibliothek. In einer Matinee stellt Michael Bienert am 3. Juni 2012 ab 11 Uhr Fundstücke aus den Regalen und dem Sondermagazin zum Thema "Die Zwanziger Jahre in Berlin" vor. Einige sind in unser gleichnamiges Buch und den digitalen Führer eingegangen. Danach darf in den Raritäten geblättert werden. Die Teilnahme ist kostenlos, aber begrenzt, deshalb ist eine rechtzeitige Anmeldung unbedingt erforderlich! Anmeldungen (unter: zbs@zlb.de) sind noch bis Samstagabend, 2. Juni 2012, möglich (Stand vom 2. 6. 2012).
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Montag, 21. Mai 2012
MADE IN GERMANY 2 - Gegenwartskunst in Hannover
Vor fünf Jahren lockte die Gegenwartskunstschau "Made in Germany" 60000 Besucher nach Hannover. Im Windschatten der Documenta wird die Marke nun etabliert: mit "Made in Germany Zwei" an drei Ausstellungsorten (Sprengel Museum, Kunstverein und Kestnergesellschaft), mit 45 Künstlern und neun Kuratoren. Elke Linda Buchholz hat sich alle Ausstellungen angesehen, hier ihre ausführliche Kritik aus der STUTTGARTER ZEITUNG von heute:
Ein Filmteam werkelt in einem historisch ausstaffierten Labor à la Dr. Frankenstein. Ein blondes Mordopfer wird zwecks Reanimierung auf den OP-Tisch geschnallt, während eine zweite Schauspielerin nackt in einen wassergefüllten Glaszylinder steigt. Film ab - Kamera läuft! Die Performance des in Alaska geborenen Künstlers Reynold Reynolds im Sprengel Museum ist Teil eines groß angelegten Filmrekonstruktionsprojekts. In Sibirien war 1980 ein alter Koffer mit Fragmenten eines Kinofilms der Dreißiger Jahre aufgetaucht, der wegen der NS-Zensur nie fertig gestellt wurde. Nun dreht Reynolds die fehlenden Szenen des Schwarzweißstreifens "Die Verlorenen" im Stil von "Nosferatu" und "Metropolis" nach. Vergilbte Storyboardskizzen, Originalrequisiten und den legendären Fundkoffer breitet der Künstler am zweiten Ausstellungsort, der Kestnergesellschaft, wie in einem Filmmuseum aus. Aber sind die auf großer Leinwand flimmernden Filmszenen nun die historischen Fragmente oder nachgedrehte Szenen? Wo beginnt das Remake, wo endet das Original? Womöglich ist das gesamte Projekt ein Fake!
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Mittwoch, 16. Mai 2012
Theatertreffen 2012: Zu rechten Zeit am richtigen Ort
Was bisher geschah: In der STUTTGARTER ZEITUNG von heute lässt Michael Bienert den bisherigen Verlauf des Theatertreffens Revue passieren und resümiert den Stückemarkt, der am Montagabend mit einer Preisverleihung für ein neues Berlin-Stück endete. Die beste Inszenierungsidee hatten die Studenten der Berliner Schauspielschule Ernst Busch: Sie luden sich einfach selbst zum Theatertreffen ein. Um den Kulturpolitikern der Hauptstadt einzuheizen, übten sie am Eröffnungsabend vor dem Haus der Festspiele chorisches Sprechen. Denn wieder einmal drohte der seit 15 Jahren geplante Umzug ihrer Schule in angemessene Räumlichkeiten verschoben werden, so plante es die SPD-Fraktion im Berliner Landesparlament, die ihrem Regierenden Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit das Leben gerade richtig schwer macht.
Der Protestchor der Nachwuchsschauspieler im Abendsonnenschein entzückte die Theaterprominenz und die Fernsehteams vor dem Haus der Festspiele. Geistesgegenwärtig bat der neue Intendant Thomas Oberender einen der Studenten auf die Bühne, um noch vor dem Kulturstaatsminister zum Publikum zu sprechen. Die fantasievolle Occupy-Bewegung der Schauspielschüler erzeugte so viel öffentlichen Druck, dass die Lokalpolitiker vergangene Woche einlenkten: Die Busch-Schule bekommt ihren 33-Millionen-Neubau in Mitte, wenn auch nicht ganz so perfekt ausgestattet wie ursprünglich geplant.
Damit bewiesen die Studenten, dass theatralische Darbietungen sehr wohl konkrete politische Wirkung entfalten können. Genau danach sehnen sich viele Theatermacher, und daher flogen die Solidaritätsbekundungen den Schauspielschülern nur so zu - auch wenn sie letztlich bloß für ihre eigenen Interessen demonstrierten. Sie waren aber mit ihren Darbietungen zur rechten Zeit am richtigen Ort: Ist es womöglich das, was letztlich über die politische Wirksamkeit von Theater entscheidet, mehr als alle ästhetischen Finessen?
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Dienstag, 15. Mai 2012
Kultur gegen Vandalismus in Friedenau
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| Foto: Evelyn Weissberg |
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Freitag, 11. Mai 2012
Kulturpolitik für junge Leute
Die Neuausgabe des Reiseführers Berlin für junge Leute ist erschienen und wie jedes Jahr haben wir unseren darin enthaltenen Großessay mit Panoramablick auf die Berliner Kulturlandschaft aktualisiert. Ein Auszug, der die Kulturpolitik der vergangenen Jahre resümiert, ist auch online nachzulesen. Das Buch wird von Herden Studienreisen vertrieben, kostet 7,50 Euro, in größeren Stückzahlen weniger.
Donnerstag, 10. Mai 2012
Von mehr als einer Welt: Aufklärung über die Aufklärung
Ein Buch, aus dem sich die lebensgroße farbige Darstellung einer Frau ausklappen lässt, um den Blick auf ihr anatomisches Innenleben zu ermöglichen, gehört zu den spektakulären Exponaten der Aufklärungs-Schau am Kulturforum. Gleich daneben sind die Totenmaske Kants zu sehen und pornografische Darstellungen des 18. Jahrhunderts: Die Ausstellung Von mehr als einer Welt am Kulturforum präsentiert das Zeitalter der Aufklärung so mutig, frech und vielstimmig wie diese Epoche wirklich war. In ihr gewinnen die ersten Außerirdischen körperliche Gestalt, treten künstliche Menschen auf und plagen Endzeitvisionen die aufgeklärten Geister. Unter all den Ausstellungen zum Friedrichjahr ist diese die fantasievollste und anregendste.
Friedrich der Große tritt hier lediglich als posthume Geisterprojektion in Erscheinung, festgehalten in einem kleinen Kupferstich von Daniel Chodowiecki. Wir werden mitten in eine Zeit versetzt, die rücksichtslos neugierig war und unbekümmert mit neuen Bildern und Medien experimentierte. Zur Website der Ausstellung
Zum Berlin der Aufklärung bieten wir aus Anlass des 300. Geburtstag Friedrich des Großen Stadtspaziergänge und eine iPhone-App an.
Friedrich der Große tritt hier lediglich als posthume Geisterprojektion in Erscheinung, festgehalten in einem kleinen Kupferstich von Daniel Chodowiecki. Wir werden mitten in eine Zeit versetzt, die rücksichtslos neugierig war und unbekümmert mit neuen Bildern und Medien experimentierte. Zur Website der Ausstellung
Zum Berlin der Aufklärung bieten wir aus Anlass des 300. Geburtstag Friedrich des Großen Stadtspaziergänge und eine iPhone-App an.
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