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Mittwoch, 18. April 2018
Berlinführer in neuen Auflagen
Die Wegweiser von Michael Bienert und Elke Linda Buchholz durch das Berlin der Kaiserzeit (4. Auflage) und das Berlin der Zwanziger Jahre (8. Auflage) sind echte Longseller, was sicher auch daran liegt, dass sie von Auflage zu Auflage gründlich durchgesehen, aktualisiert und verbessert werden. Inzwischen sind auch etliche Farbfotos hinzugekommen, die in den ersten Auflagen fehlten. Jetzt sind die neuesten Nachauflagen aus der Druckerei eingetroffen. Modernes Berlin der Kaiserzeit und Die Zwanziger Jahre in Berlin erscheinen weiterhin im Berlin Story Verlag, sind über den gesamten Buchhandel zu beziehen und kosten unverändert (!) 19,95 pro Exemplar.
Dienstag, 10. April 2018
Die Sammlung Suermondt am Kulturforum
Von Elke Linda Buchholz - Der Börsencrash von 1873 war schuld. Ohne den Einbruch der überhitzten Finanzmärkte wäre die Berliner Gemäldegalerie um einige heute unbezahlbare Highlights ärmer. Jan Vermeers „Mädchen mit dem Perlenhalsband“ bespiegelt sich ungerührt von allen Baissen und Haussen seelenruhig in ihrer holländischen Kammer. Ebenso zeitlos und unbegreiflich schön erwartet einen Jan van Eycks um 1440 auf eine winzige Holztafel gemalte Madonna in ihrem lichtdurchströmten gotischen Kircheninterieur. Dies sind nur zwei von 218 Meisterwerken, die der Sammler Barthold Suermondt im Jahre nach dem Gründerkrach auf einen Schlag an die Berliner Museen veräußerte. Weiterlesen
Hoffmanns Berlin - Lesung auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof
Ein Schmetterling ist auf dem Grab des Dichters E. T. A. Hoffmann einmeißelt. Die Lesung von Michael Bienert aus E. T. A. Hoffmanns Berlin auf dem Friedhof musste im vergangenen Jahre wegen Regenüberflutung abgesagt werden, nun wird sie nachgeholt. Die Lesung am 26. April 2018 wird musikalisch umrahmt von Adrian Rovatkay (Fagott) und Petra Kießling (Cello). Ab ca. 16.30 Uhr ist die mobile Friedhofsbar auf dem Dreifaltigkeitsfriedhof I vor dem Halleschen Tor geöffnet (Eingang an der Baruther Straße oder am Mehringdamm), um ca. 17 Uhr beginnt das Kulturprogramm. Der Eintritt ist frei - Spenden erbeten. Weitere Infos auf www.mendelssohn-remise.de
Samstag, 24. März 2018
Max Beckmanns Welttheater in Potsdam
Von Elke Linda Buchholz - Das ganze Leben als Bühnenspektakel zwischen Comedy und Tragödie: Diesen Gedanken hat Max Beckmann (1884-1950) in zahllosen Variationen gemalt – in grellen Farben, exaltierten Posen und wechselnden Kostümen. Der Klassiker der Moderne inszenierte sich und seine Zeitgenossen mit Vorliebe als Artisten und Karnevalisten auf den Bretterbühnen seiner Leinwände. Weiterlesen auf http://kunstundfilm.de/2018/03/max-beckmann-welttheater/
Donnerstag, 22. März 2018
Exil ist keine Kunst - Privatinitiativen für ein Exilmuseum und die Ideenlosigkeit der Kulturpolitik
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| Thomas B. Schumann wirbt für sein Exilmuseum. Foto: Bienert |
Von Michael Bienert - In Berlin will ein erfolgreicher Kunsthändler sein
Lebenswerk krönen, indem er der Stadt ein Museum schenkt, das dauerhaft an die
von den Nazis vertriebenen Mitbürger und Künstler erinnert. Der Mann hat Geld
und ein Netzwerk, aber keine Sammlung, die auf den Museumszweck zugeschnitten wäre.
In der Nähe von Köln sitzt ein manischer Sammler in einem zweistöckigen Bungalow,
vollgestopft mit 50.000 Büchern, vor allem von Exilautoren, mit Dokumenten,
ganzen Nachlässen und 700 Bildwerken, die von exilierten Künstlern stammen.
Seit zehn Jahren sucht der Rheinländer einen Ort und Unterstützung für ein
Museum des Exils. Was läge also näher, als dass die beiden
unternehmungslustigen älteren Herren sich zusammentun, um ihren Traum gemeinsam
zu realisieren?
Montag, 19. März 2018
Im Theater (65): Sandra Leupold inszeniert Sciarrinos "Die tödliche Blume" in Lübeck
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| Theater Lübeck |
Sonntag, 11. März 2018
Im Theater (64): Brechts "Kreidekreis" als Fluchtgeschichte am Berliner Ensemble
Von Michael Bienert - Wer eine E-Gitarren-Allergie hat, muss um diese Inszenierung einen Bogen machen. Wer die Leadgitarre von Jimmy Page in Led Zeppelins "Dazed And Confused" schon immer liebte, kommt ganz sicher seine Kosten. Gut eineinhalb Stunden dröhnt, jault, zirpt und singt es aus dem Gitarrenverstärker ganz hinten auf der leeren Bühne des Berliner Ensembles, manchmal an der Schmerzgrenze. Der Gitarrist Kai Brückner baut live für die Ohren das fehlende Bühnenbild zu Brechts "Kaukasischem Kreidekreis" in der Regie des Hardrock-Liebhabers Michael Thalheimer. Es ist eine der Inszenierungen, mit denen Intendant Oliver Reese das Berliner Ensemble vor einem halben Jahr wiedereröffnet hat, die erste Brecht-Inszenierung unter der neuen Intendanz. Wie geht es weiter mit der Brecht-Aufführungstradition an diesem Haus, von dem - komme was da wolle - immer noch wegweisende Brecht-Inszierungen erwartet werden?
Freitag, 9. März 2018
Berliner Blätter in Altenburg. Das Lindenau-Museum zeigt Arbeiten aus der Sammlung Volker Sachse
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| Paul Paeschke, Potsdamer Platz (um 1919) |
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| Hans Gabriel, Spree mit Stadtbahnbögen |
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| Ernst Oppler, Boxkampf im Sportpalast (1920) |
Aus der Sammlung Volker Sachse
Lindenau-Museum Altenburg
Geöffnet täglich außer montags 12-18 Uhr,
am Wochenende 10-18 Uhr.
Bis 10. Juni 2018
www.lindenau-museum.de
Mittwoch, 31. Januar 2018
Max Reinhardts Reisetasche wieder in Berlin
Einen Kleinlaster voller Dokumente und persönlicher Gegenstände aus dem privaten Nachlass Max Reinhardts hat das Stadtmuseum Berlin erworben, zu welchem Preis, darüber wurde Stillschweigen vereinbart. Ein paar Stücke aus der Erwerbung wurden heute am Rand des Jahrespressekonferenz des Stadtmuseums gezeigt: eine offenbar viel benutzte Reisetasche des alle überragenden Berliner Theaterregisseurs des frühen 20. Jahrhunderts, ein von ihm selbst entworfenes Siegel, eine Krawattennadel und ein Zeitungsetui, Theaterzettel und das „Time“-Magazin mit dem Konterfei des vor den Nazis ins Exil geflohenen Theatermannes auf dem Titel. Der umfangreiche Bestand wird nun erschlossen und soll danach in der digitalen Sammlungspräsentation des Stadtmuseums recherchierbar sein. Das Stadtmuseum verfügt ohnehin über eine riesige theaterhistorische Sammlung, die Gegenstände aus den Besitz Max Reinhardts ergänzen sie um Objekte mit einer ganz persönlichen Aura.
Freitag, 26. Januar 2018
Die Berliner Secession nach der Revolution
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| Das 1921 zum Theater am Kurfürstendamm umgewidmete Secessionsgebäude am Kurfürstendamm 208/209. Was noch davon da ist, wird 2018 komplett abgerissen. |
Anke Matelowski
Die Berliner Secession 1899-1937
Chronik, Kontext, Schicksal
Wädenswil 2017
680 Seiten, 68 Euro
ISBN 978-3-03850-033-9
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