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| Foto: glanz & krawall |
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Sonntag, 23. August 2015
glanz & krawall: ORFEO in der Psychiatrie
Dienstag, 11. August 2015
Kästners Berlin live: DIE SCHOLLE lädt ein am 27. August
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| Dirk Lausch (links) hat Michael Bienert (rechts) nach einem Interview auf dem Schöneberger Gasometer zu einer Lesung eingeladen. |
"Für das aktuelle Scholle-Blättchen haben wir den bekannten Autor Michael Bienert auf dem Gasometer interviewt. Wir sind sehr froh und dankbar, dass es uns gelungen ist, ihn zu einer Lesung aus seinem großartigen und hochgelobten Buch „Kästners Berlin“ in den Scholle-Treff einzuladen. Bienert beschreibt darin die literarischen Orte, die mit Erich Kästner (1899 - 1974), seinen Werken und Berlin verbunden sind. Freuen Sie sich auf Begegnungen u. a. mit Emil Tischbein, Pünktchen und Anton, dem Studenten Fabian und erfahren Sie, warum der Besuch vom Lande am Potsdamer Platz vor Angst die Beine krumm macht … Wenn Sie Interesse haben, nimmt sie der „Literaturdetektiv“ Michael Bienert im Anschluss mit auf einen kurzen Spaziergang durch den Kiez. Moderiert wird die Lesung von Rudi Schalk, der sicherlich auch das eine oder andere Gedicht von Erich Kästner rezitieren wird."
Bitte melden Sie sich bis zum 25. August unter 896 008 37 (Mo - Do), 0175 742 32 01 oder dlausch@maerkische-scholle.de bei Herrn Lausch an. Parole Emil!"
Montag, 27. Juli 2015
Im Theater (58): Saisonabschluss in Bamberg mit der "Zauberflöte"
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| Foto:Thomas Bachmann / Sommer Oper Bamberg |
Gestern war dort großer Kehraus: mit einem Fest in der Studiobühne und dem angrenzenden Park hat sich das Ensemble um den Intendanten und Hoffmannologen Rainer Lewandowski endgültig von seinem Bamberger Publikum veranschiedet. Seit der Spielzeit 1989/90 - länger als Frank Castorf an der Berliner Volksbühne und für Bamberger Verhältnisse ähnlich erfolgreich - hat Lewandowski das Haus geleitet. In diese Zeit fällt der kluge Aus- und Umbau des gut 200 Jahre alten Stadttheaters, dessen Zuschauerraum im klassizistischen Stil des 19. Jahrhunderts wiederhergestellt wurde: Nicht viel anders hat er ausgesehen und wohl auch nicht gelungen, als Hoffmann hier arbeitete. Gestern abend wurde dort zum Saisonschluss eines seiner Lieblingsstücke aufgeführt, Mozarts "Zauberflöte". Eine Produktion der Sommer Oper Bamberg mit 17 jungen Nachwuchssängern (450 hatten sich beworben) und einem kleinen, handverlesenen Orchester mit wunderbar trocken-präzisem Klang aus dem Orchestergraben, geleitet von Till Fabian Weser.
Ein Workshop mit der Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager hat die Sänger mit wenig Bühnenerfahrung auf die Arbeit mit der Regisseurin Doris Sophie Heinrichsen vorbereitet, das Ergebnis war im Szenischen nicht immer perfekt, konnte sich aber sehen und vor allem hören lassen. Die Hauptrollen waren doppelt besetzt, bei der letzten Vorstellung gestern wechselten die Sänger in der Pause; besonders positiv fielen auf Jasmin Maria Hörner als anmutig-blonde Bilderbuch-Pamina, die beiden Königinnen der Nacht Danae Kontora und Svetlana Merzlova und die beiden Papagenos im Cowboylook Ludwig Obst und Oliver Pürckhauer. Als Amazonentrio aus einem Guss überzeugten die drei Damen der Königin der Nacht (Simone Krampe, Isabel Segarra und Ulrike Malotta).
Das Bühnenbild stellte eine Bibliothek vor, einen Tempel des Wissens mit gemalten Bücherregalen zu beiden Seiten wie auf einer historischen Kulissenbühne, verwandelbar durch Videoprojektionen im Hintergrund. Den Palast Sarastros und den Garten der Vernunft so zu deuten, als Ort der Bildung, leuchtet ein.
Solche Aufführungen leben nicht davon, dass alles routiniert bis aufs i-Tüpfelchen zu Ende inszeniert ist oder das Theater neu erfunden wird, sondern von der hohen Motivation der Nachwuchskünstler, die ihre Chance zu nutzen und ihr Bestes geben. Kurzum: Diese Aufführung lebte und es war ein großes Vergnügen, sie sich anzusehen. Es war die sechste Produktion der Sommeroper in nunmehr zehn Jahren und hoffentlich bleiben die Sponsoren bei der Stange, damit es in zwei Jahre wieder eine so gelungene Nachwuchsförderung geben kann.
Dienstag, 7. Juli 2015
Schnell und billig Wohnungen bauen - heute und vor 80 Jahren
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| Die Museumswohnung in Haselhorst Foto: Sabine Dobre/Gewobag |
Die Museumswohnung in Haselhorst kann jeweils am letzten Sonntag im Monat und am Tag des offenen Denkmals 2015 besichtigt werden. Mehr Infos
Im Berlin Story Verlag ist eine zweite, erweiterte Auflage von Michael Bienerts Buch Moderne Baukunst in Haselhorst erschienen, in dem auch die Museumswohnung vorgestellt wird.
Dienstag, 23. Juni 2015
Sonntag, 14. Juni 2015
Friedenauer Lesenacht: Kästner auf der Dachterrasse
So idyllisch sieht es auf der Dachterrasse des Hauses Niedstraße 6 aus, wo Michael Bienert am kommenden Samstag, dem 20. Juni 2015, um 20.40 und 21.20 Uhr aus seinem Buch Kästners Berlin liest. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Friedenauer Lesenacht statt, bei der zahlreiche Autoren an ungewöhnlichen Orten auftreten. Zum Programmheft
Nachtrag: Wegen des gewaltigen Publikumsandrangs musste die Veranstaltung dann doch auf dem Dachboden stattfinden, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat, wie die folgenden Fotos zeigen...
Nachtrag: Wegen des gewaltigen Publikumsandrangs musste die Veranstaltung dann doch auf dem Dachboden stattfinden, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat, wie die folgenden Fotos zeigen...
Auf dem höchsten Berg Berlins...
| Michael Bienert auf dem Höhenkamm der Arkenberge Foto: Sonja Buchholz |
Freitag, 5. Juni 2015
Im Kino: "Die Frau in Gold"
Wir sind wegen Helen Mirren ins Kino gegangen, die so liebenswert schräge, sensible, nervige, stolze, stilbewusste ältere Damen verkörpert. Diesmal ist es Maria Altmann, eine inzwischen verstorbene jüdische Emigrantin aus Wien: Sie verklagte den österreichischen Staat vor einem Jahrzehnt mit Erfolg auf die Herausgabe des goldtrahlenden Klimt-Porträts von Adele Bloch-Bauer, ihrer Tante, das in der Nazizeit unrechtmäßig aus Familienbesitz entwendet worden war. Der Spielfilm folgt dem Kampf der alten Dame und ihres jungen Anwalts Randal Schoenberg (Ryan Reynolds) durch alle Instanzen und Winkelzüge, mit Rückblenden in die Zeit des "Anschlusses" Österreichs an Nazideutschland und der Ausplünderung des jüdischen Großbürgertums.
Sie machen die versteckten, verdrängten Wunden sichtbar, die in der Holocaust-Überlebenden Maria Altmann, dem nachgeborenen Anwalt aus der Schönberg-Familie und dem Reporter Hubertus Czernin (Daniel Brühl) durch den Restitutionsfall aufbrechen. Im Grunde geht es dabei gar nicht um Kunst oder der irrsinnig hohen Marktwert der geraubten Kunstwerke, sondern um Gerechtigkeit und ein Schuldeingeständnis des österreichischen Staates: Die Enttäuschung der jüdischen Erbin darüber, dass ihr dies von der Gegenseite verweigert wird und sie die Herausgabe der Raubkunst in einem nervenaufreibenden Kampf erzwingen muss, führt letztlich dazu, dass das berühmte Bloch-Bauer-Porträt heute in einer New Yorker Galerie hängt und nicht mehr im Wiener Belvedere. Für europäische Augen ist dieser Hollywood-Film ein bisschen zu didaktisch und melodramatisch, wirken die Rückblenden in die NS-ein wenig klischeehaft und allzu sentimental, was indes durch die schauspielerische Qualität ausbalanciert wird. Es lohnt sich besonders, diesen Film im umsynchronisierten Original (mit Untertiteln in den Hackeschen Höfen) anzusehen, da er streckenweise zwischen den englischen und deutschen Sprache - mit verschiedenen Akzentfärbungen - wechselt. Zum Trailer
Sie machen die versteckten, verdrängten Wunden sichtbar, die in der Holocaust-Überlebenden Maria Altmann, dem nachgeborenen Anwalt aus der Schönberg-Familie und dem Reporter Hubertus Czernin (Daniel Brühl) durch den Restitutionsfall aufbrechen. Im Grunde geht es dabei gar nicht um Kunst oder der irrsinnig hohen Marktwert der geraubten Kunstwerke, sondern um Gerechtigkeit und ein Schuldeingeständnis des österreichischen Staates: Die Enttäuschung der jüdischen Erbin darüber, dass ihr dies von der Gegenseite verweigert wird und sie die Herausgabe der Raubkunst in einem nervenaufreibenden Kampf erzwingen muss, führt letztlich dazu, dass das berühmte Bloch-Bauer-Porträt heute in einer New Yorker Galerie hängt und nicht mehr im Wiener Belvedere. Für europäische Augen ist dieser Hollywood-Film ein bisschen zu didaktisch und melodramatisch, wirken die Rückblenden in die NS-ein wenig klischeehaft und allzu sentimental, was indes durch die schauspielerische Qualität ausbalanciert wird. Es lohnt sich besonders, diesen Film im umsynchronisierten Original (mit Untertiteln in den Hackeschen Höfen) anzusehen, da er streckenweise zwischen den englischen und deutschen Sprache - mit verschiedenen Akzentfärbungen - wechselt. Zum Trailer
Mittwoch, 3. Juni 2015
Endlich gelesen: Nellja Veremejs "Berlin liegt im Osten"
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| Blick durch die Brunnenstraße zum Alex, vom Tagungsort der literarischen Runde zum Handlungszentrum des Romans |
Nellja Veremej
Berlin liegt im Osten
Roman
Verlag Jung und Jung
318 Seiten, gebunden, 22 Euro
Montag, 1. Juni 2015
Berlin wird nummeriert - Reprint des Berliner Adressbuchs von 1801 erschienen
Bevor es ein richtiges Adressbuch geben konnte, mussten erst einmal die Häuser in Berlin durchnummeriert werden. 1801 war es soweit: Aus diesem Jahr stammt das erste Adressbuch mit Straßennamen und Hausnummern, die man heute noch wiederfinden kann. Für einen schönen Reprint dieser Rarität hat Michael Bienert ein ausführliches Vorwort über das damalige Berlin und die Entstehung des Adressbuches verfasst.
Zu beziehen über den Shop des Kleist-Archivs Sembdner der Stadt Heilbronn:
http://www.kleist-shop.de/index.php/kategorie-layout/heilbronner-kleist-reprints/berlin-adressbuch-1801-detail
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http://www.kleist-shop.de/index.php/kategorie-layout/heilbronner-kleist-reprints/berlin-adressbuch-1801-detail
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